EMS Training und Personaltraining

Ein neues Jahr hat begonnen.

Das ist Grund und Anlass über (gute) Vorsätze und damit über Trainingsziele oder vielleicht besser gesagt über Erwartungen zu sprechen. Viele Menschen haben sie und gerade zum Jahreswechsel sprechen alle auch noch darüber.

Der wahrscheinlich am meisten gehegteste Vorsatz in deutschen Haushalten ist der, dass man abnehmen, sich mehr bewegen, wieder mit regelmäßigem Sport beginnen werde. Das geht dann einher mit dem Vorsatz weniger zu essen, gesünder zu essen, weniger Alkohol zu konsumieren und zusätzlich das Rauchen natürlich aufzugeben.

Keine Ahnung ob es Statistiken gibt, wie viele dieser Vorsätze gar nicht erst ernsthaft in Angriff genommen werden und wie viel Prozent erst scheitern nachdem man es zumindest versucht hat mit der Umsetzung. Aber es dürften alles in Allem der ganz große Teil sein.

Und das ist ja eigentlich sehr schade. Denn eines wissen wir heute und es wird durch die Studienlage permanent auf ein Neues bestätigt: Mehr Bewegung ist wohl die wirksamste Medizin bei fast allen sog. Volkskrankheiten. Und bessere Ernährung unterstützt hier zusätzlich.

Das BMJ (british medical journal) veröffentlichte vor geraumer Zeit eine Studie die diesen Umstand sogar noch dramatisch bestätigt. In einer Studie mit rund 9000 Probanden in unterschiedlichen Ländern konnte nämlich gezeigt werden, dass die Muskelkraft in direktem Zusammenhang mit der Lebens- und Gesundheitserwartung steht.

Das würde im Umkehrschuss bedeuten, wenn man die Kraft eines Menschen analysiert könnte man ihm/ihr seine/ihre Wahrscheinlichkeit zu erkranken und die noch zu erwartende Lebenszeit tendenziell vorher sagen.

Das Gute für die meisten Menschen ist, dass das aber niemand tut. Leider. Denn die wenigsten Ärzte verstehen etwas von Muskelkraft und Training und all diesen Dingen. Und diejenigen, die von Berufes wegen etwas davon verstehen sollten, nämlich die Personaltrainer, verstehen meist leider wenig von medizinischen Zusammenhängen, Physiologie, Medizin. Das ist schade und ist auch nicht den Trainern und Personaltrainern vorzuwerfen, sondern ist natürlich vor allem ein Versäumnis der Ausbilder und vor allem natürlich ein Versäumnis auch der Politik, die bis heute keine Vorgaben geschaffen hat, was denn ein Personaltrainer ist und was ein solcher zu können nachweisen muss.

Ganz im Gegenteil – jeder kann sich in Deutschland Personaltrainer nennen. Völlig egal welche Ausbildung diese Person hat oder ob sie überhaupt eine Ausbildung vorweisen kann.

Und das ist wirklich äußerst schade und stellt für den Laien – und in der Regel sind es Laien die die Dienste eines Personaltrainers in Anspruch nehmen – ein immenses Problem dar, denn woher soll ein Laie wissen, ob ein Personaltrainer etwas taugt oder nicht? Er/sie kann es nicht wissen. Dies führt dazu, dass Personaltrainer nicht selten per Internetseite beurteilt werden oder man sich von der Liste ihrer Ausbildungen blenden lässt. Nicht selten ist es aber so, dass diese sog. Kompetenzlisten alles andere als aussagekräftig sind, denn in der Fitnessbranche kann man viele Scheine erwerben ohne sonderlich viel dafür getan haben zu müssen. Selbst Fernstudiengänge sind hier nicht unbeliebt.

EMS Training hat seit einiger Zeit im Personaltraining Einzug gehalten. Laut Auskunft einer namhaften Firma die ein Franchisesystem im Bereich EMS Training betreibt werden die meisten EMS Geräte des Herstellers von dem auch ihre Geräte sind an Personaltrainer verkauft.

Ein Schelm wer da nach dem Warum fragt. Denn letztlich spricht es für EMS Geräte, bzw. EMS Training. Denn es bleibt zu vermuten, dass viele Personaltrainer sich mit einem EMS Gerät einfach eine Art Erfolgsgarantie einkaufen.

Aber dennoch ist es schade, dass in unserem Land nicht endlich auch Richtlinien eingeführt werden was ein Personaltrainer können muss, um sich auch so bezeichnen zu dürfen. Und ich denke, dabei wäre vor allem von immenser Bedeutung, dass ein Grundverständnis von Zusammenhängen zwischen Lebensgewohnheiten, Ernährung, Bewegung, Atmung, Stoffwechsel und Gesundheit da ist. Denn, grob geschätzt, haben es Personaltrainer bei Neukunden in mindestens 80 % der Fälle mit Menschen zu tun die entweder schon krank sind oder stark gefährdet sind, an einer der großen Volkskrankheiten zu erkranken. Da die Kunden von Personaltrainern in der Regel mindestens 40 Jahre alt sind und in der jüngeren Vergangenheit eher wenig Sport getrieben haben, müsste rein statistisch gesehen ein sehr großer Anteil an Neukunden bei Personaltrainern übergewichtig sein, am metabolischen Syndrom leiden, Bluthochdruck haben, Insulinresistent oder schon Diabetiker sein oder an Arthrose leiden, eine Schilddrüsenproblematik aufweisen oder an Leberproblemen leiden, eine gestörte Verdauung haben oder gar schon deutliche Stoffwechselstörungen aufweisen. Und das sind nur ein paar wenige Wahrscheinlichkeiten.

Wenn man aber nun wie ich in einer Umfrage unter Personaltrainern feststellt, dass 8 von 10 (bei insgesamt rund 100 befragten) den Unterschied zwischen Insulinresistenz und Diabetes nicht kennen und 7 von 10 keine (nicht eines) typischen Symptome für Durchblutungsstörungen benennen können, dann stimmt das nachdenklich.

Und an dieser Stelle muss man einfach mal darauf hinweisen, dass auch ein EMS Gerät durchaus Schaden anrichten kann, wenn man mit den falschen Personen, falsch damit trainiert. Gerade weil EMS Training so immens effektiv ist oder zumindest sein kann, sollte der Personaltrainer der mit einem solchen System arbeitet sehr genau bescheid wissen, was er/ sie da tut und mit welchen Personen er/sie wie damit trainieren sollte.

Doch leider gibt es im Bereich EMS Training noch sehr wenige Ausbildungsmöglichkeiten. Die meisten Schulungen und Seminare in dem Beriech sind eher als Verkaufsschulungen zu sehen aber vermitteln extrem wenig bis gar kein physiologisches und Hintergrundwissen rund um die Sache und das ist natürlich mehr als fragwürdig.

Die einzige wirklich umfangreichen Schulungen in dem Bereich bietet derzeit die AmpliAcademy: http://www.amplitrain.de/de/service/ampliacademy

Die AmpliAcademy hat es sich nicht leicht gemacht beim Aufbau ihrer Schulungen. Die sogenannte Basisschulung ist eine zweitägige reine Theorieschulung bei der wirklich alle Themen rund um die physiologische Wirkung von Storm auf den Körper besprochen werden. Dies zu versehen ist wichtig für Trainer und Trainerinnen, die wirklich auf hohem Niveau mit einem solchen gerät arbeiten wollen, denn nur wenn man weiß wie der Storm auf den Körper wirkt kann man sich selbst Gedanken machen, wie man Storm auf den Körper von Menschen bringen soll oder kann die bereits gesundheitliche Vorschädigungen mitbringen. Und all das wird dann auch wirklich in den Schulungen der AmpliAcademy besprochen.

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